Hildesheim ist eine selbstständige Stadt, Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises. Sie ist eines der neun Oberzentren des Landes. 1974 wurde Hildesheim mit über 100.000 Einwohnern zur Großstadt und ist die zweitkleinste Großstadt in Niedersachsen. Hildesheim ist katholischer Bischofssitz (Bistum Hildesheim). Nachdem 1970 die „Abteilung Hildesheim der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen“ und ein Jahr später die Fachhochschule Hildesheim (Königliche Baugewerkschule Hildesheim) ihren Betrieb aufnahmen, wurde Hildesheim Hochschulstadt.

Ursprünglich gab es in Hildesheim eine Domschule. Aus dieser ging 1643 eine philosophisch-theologische Lehranstalt und 1887 schließlich ein Priesterseminar hervor. Im Jahre 1946 wurde in  Alfeld eine Pädagogische Hochschule gebaut. Daraus ging 1978 die Hochschule Hildesheim hervor, welche  dann 1989 zur Universität Hildesheim wurde. Es gibt hier auch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst und seit 2007 ist in Hildesheim die Norddeutsche Fachhochschule für Rechtspflege ansässig. In der Stadt ist auch das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte das 1829 gegründet wurde. Dieses bietet Frühförderung, einen Kindergarten, Schule, Berufsschule und Berufsausbildung für Hörgeschädigte. All das wird auch bei Gutachten und Immobilienbewertungen berücksichtigt.

Als älteste Bibliothek in Norddeutschland ist die öffentliche wissenschaftliche Dombibliothek Hildesheim bekannt. Als einzige in Niedersachsen wurde sie mit ihrer über 1200-jährigen Geschichte aus der Zeit des Mittelalters übernommen. Hier findet man bedeutende Büchersammlungen und Altbestände der Wissenschaftlichen Bibliothek des Stadtarchivs und auch eine geschlossene Sammlung von rund 4000 Bänden (die Andreasbibliothek) mit Werken aus dem 16. Bis 18. Jahrhunderts.

Für Archäologen gehört zu den bedeutendsten Entdeckungen auf deutschem Boden,  der Hildesheimer Silberfund im Jahre 1868 der heute in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin ausgestellt ist.

Berühmt ist Hildesheim auch für seine Kirchen, von denen der Dom und St. Michaelis ein Zeugnis von der religiösen Kunst der Romanik im Heiligen Römischen Reich ablegen. Eine auf 1015 datierte in Bronze gegossene  Bernwardtür und die Christussäule von 1020 kann man im Dom besichtigen. Hier sorgt auch der der sagenumwobene 1.000-jährige Rosenstock, der an der Apsis des Domes rankt, für Aufmerksamkeit. Die Michaeliskirche zählt mit ihrem Deckenbild aus dem 13. Jahrhundert zu den schönsten frühromanischen Kirchen Deutschlands. Beide Kirchen sind  Meisterwerke kirchlicher Baukunst. Mit  ihren Kunstschätzen, fasziniert nicht nur  Sachverständige für Immobilien, sondern auch viele Touristen und Fachleute. 1985 würdigte das auch die UNESCO und sie nahmen die Kirche St. Michaelis und den Mariendom in die Liste  der Welterbe auf. Wenige Straßen vom Dom entfernt steht die gotische Bürgerkirche St. Andreas, deren Turm mit 114,5 Metern, höchster Kirchturm in Niedersachsen ist.  Davon sind 75 Meter  über 364 Stufen zugänglich.

Hildesheim hat gute Verkehrsanbindung wie die Bundesautobahn A7, der ICE-Halt auf der Strecke Frankfurt-Berlin und auch der Autozuganschluss ergeben ideale Anbindungen. Hildesheim verfügt auch über einen Flugplatz für Flugzeuge bis 5,7 Tonnen und einen Binnenhafen.  Das ist bei Wertermittlungen von großer Bedeutung.

Zur Weihnachtszeit ist ein Stadtteil von Hildesheim vielen Kindern bekannt –Himmelsthür- wurde 1967 das erste Weihnachtspostamt in Deutschland. Kinder die dem Weihnachtsmann schreiben (31137 Hildesheim) erhalten nach wenigen Tagen Antwort mit dem Himmelsthürer Weihnachtsstempel. Der kommt auf die Weihnachtssonderbriefmarke und ist weltweit ein Sammlerobjekt. Offiziell ist „das himmlische Postamt“ durch die Deutsche Post AG geschlossen worden, aber die Kinderbriefe an den Weihnachtsmann werden weiterhin beantwortet.

Am 10. Juli 1908 wurde die erste vollautomatisch betriebene elektromechanische Telefonvermittlungsstelle mit Selbstwählsystem in Betrieb genommen. 900 Teilnehmer konnten sich gegenseitig über die  ausgelegte Anlage der Deutschen Reichspost, anrufen, ohne Hilfe eines Vermittlungsangestellten. Es war die erste ihrer Art in Europa.